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Abteilungsgeschichte
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Aus der Festschrift "1950-1975: 25 Jahre Tischtennis - TTC, SGS"
Aus einer Ausgabe des "Höchster Kreisblattes" des Jahres 1973
Aus dem "Höchster Kreisblatt" vom 24.12.1973
Aus dem "Höchster Kreisblatt", Februar 1973
Aus dem "Höchster Kreisblatt" vom 21.08.1973
Aus dem "Sossenheimer Wochenblatt" vom 28.03.1974
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Aus der Festschrift "1950-1975: 25 Jahre Tischtennis - TTC, SGS" |
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EIN BLICK ZURÜCK
Als nach dem 2. Weltkrieg der Tischtennissport in Deutschland einen lebhaften Aufschwung nahm, ging dies auch an Sossenheim nicht spurlos vorüber. Alte Küchentische und Korkschläger dienten den Tischtennisfreunden als Spielmaterial. Eine kleine Gruppe junger Leute - die sich größtenteils an der Tischtennisplatte der katholischen Jugendgruppe kennen gelernt hatten - kam schließlich auf die Idee, einen Verein zu gründen. Am 1. Dezember 1950 war es dann so weit. Peter Hochstadt +, Rudi Tuhmann, Karl Neuhäusel, Rudolf Mohsler, Karl Schneider und Günter Erb fanden sich in einem Nebenraum des Gasthauses "Zur Rose" zur Gründungsversammlung des Tischtennisclubs Sossenheim ein. Zum 1. Vorsitzenden wurde Karl Neuhäusel gewählt. Aber schon 3 Wochen später wurde dieses Amt von Peter Hochstadt übernommen. Peter Hochstadt und seine Kameraden sorgten für Schwung, und so konnte schon für die Saison 1951/52 eine Herrenmannschaft gemeldet werden.
Diese Mannschaft schaffte auch auf Anhieb den Aufstieg in die A-Klasse Main-Taunus. Immer mehr Tischtennisbegeisterte fanden sich in den Übungsstunden des TTC Sossenheim ein, sodass das Spiellokal im Gasthaus "Zur Rose" zu klein wurde. Aus diesem Grund verlegte der Tischtennisclub seine Sportstätte im Sommer 1952 in den Saal des Gasthauses "Zum Löwen". Der Aufschwung hielt an, und im Herbst 1952 meldete der Club zu den Verbandsspielen 2 Herren-, 1 Damen- und 1 Jugendmannschaft. Wenn ein Verein zu damaliger Zeit 4 Mannschaften aufstellen konnte, war das schon eine Leistung, denn gerade in diesen Jahren hatten die Anhänger dieses jungen Sportes mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen. So war der Saal im "Löwen" in erster Linie nicht für die Sportler gedacht, sondern diente vor allem zur Durchführung von Tanzveranstaltungen. Darüber hinaus hatte er eine wichtige Aufgabe als Trockenboden zu erfüllen, so war es nicht selten, dass den Tischtennisspielern an ihren Heimspieltagen beim Betreten des Saales der frische Duft gewaschener Unterhosen entgegen wehte. Um diesen Schwierigkeiten aus dem Wege zu gehen, schloss sich der Tischtennisclub am 1. Januar 1953 der Sportgemeinschaft Sossenheim an. Geselligkeit, Kameradschaft und Idealismus gaben den Gründerjahren das Gepräge. Die ersten Platten wurden teilweise im Eigenbau konstruiert, und eine Tiefstrahleranlage sollte die Lichtverhältnisse in der Turnhalle am Sportplatz verbessern. Insbesondere Friedel Zutt, Julius Schön und Gustav May taten sich hervor, wenn es galt, Hand anzulegen. Eine besondere Stärke der Sossenheimer war ihr Zusammenhalt und ihre gute Kameradschaft, die nicht zuletzt auf den zahlreichen gemeinsamen Veranstaltungen beruhten. Mehrmals im Jahr ersuchten die Sossenheimer Tischtennisspieler das Gewerbe- und Preisamt der Stadt Frankfurt a. M. um die "Genehmigung zur Veranstaltung einer Tanzlustbarkeit", wie die Gebührenbescheide der Stadt so treffend aussagen. Außer bei Tanzveranstaltungen wurde die Kameradschaft auf zahlreichen Ausflügen gepflegt, und so ist es nicht verwunderlich, dass auch alle Krisen von den Sossenheimer Spielern immer gut überwunden wurden.
 Eines der stärksten Doppel im Main-Taunus-Kreis in den 50er und 60er Jahren: Walter Lacalli und Günter Erb (beim schwungvollen Schmetterschlag) |
 Drei frühere Abteilungsleiter auf einem Foto (von links nach rechts:) zusammen mit Horst Müller ( , ganz links) und dem früheren Main-Taunus-Kreiswart Karl-Heinz Keller (zweiter von rechts): Karl Hirschmann ( ), Günter Erb und Willi Herr |
 Meister der Kreisliga A im Jahre 1968 (von links nach rechts): Klaus Deigert, Karlheinz Bormuth, Horst Müller, Günter Erb, Heinz Walther und Walter Schultheiß |
 1. Herrenmannschaft 1969 (von links nach rechts): Heinz Walther, Alfred Dömling, Walter Lacalli, Hans-Georg ("Schorsch") Dietrich, Edgar Specht und Günter Erb |
 Ehrungen bei der 20-Jahr-Feier im Jahre 1970 (von links nach rechts): Günter Erb, Ludwig Löwe (SGS-Vorstand), Karlheinz Bormuth |
 Michael Martin: 1972 Südwestdeutscher Schülermeister und 6. der deutschen Rangliste |
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Aus einer Ausgabe des "Höchster Kreisblattes" des Jahres 1973 |
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"SCHORSCH" GEHÖRT SEIT JAHREN ZUR TT-SPITZE
Urkunde, Buch und mit Stipendium verbundene DM 2000 sind für Dietrich große Anerkennung
"Mit dem Hermann-Altrock-Jugendleiter-Stipendium 1973 wurden vom Hessischen Sozialminister Jürgen Faber (Gießen), Gert Hauschild (Seeheim/Bergstraße) und Hans-Georg Dietrich aus Frankfurt/Main ausgezeichnet!" war am Dienstag in der Hessenschau zu hören. Bei dem Frankfurter Studenten - die Tischtennisspieler des Main-Taunus-Kreises haben es sicher gleich gewusst - handelt es sich um "Schorsch" Dietrich, der seit 1962 zu den Stammspielern der ersten Mannschaft der SG Sossenheim gehört.
Urkunde, ein Buch und die mit dem Stipendium verbundenen 2000 Mark, die Sozialminister Schmidt in einer Feierstunde in Wiesbaden an die so Ausgezeichneten übergab, wurden an Hans-Georg Dietrich verliehen "in Würdigung seiner hervorragenden Leistungen im Sport, insbesondere als Übungs- und Jugendleiter der SG Sossenheim!" 21 Studenten bewarben sich um das begehrte Stipendium, Hans-Georg Dietrich war unter den drei Auserwählten.
Um die Tischtennisjugend der SG Sossenheim kümmert sich Hans-Georg Dietrich schon seit 1962. Der heutige Spitzenspieler der Landesligamannschaft, Ludwig Kexel, und der langjährige Jugendleiter Klaus Deigert erlernten bei ihm das Tischtennis-ABC. Ihm gelangen in der Folge gute Platzierungen mit der damaligen Sechser-Jugendmannschaft in den Kreisrunden, doch als der Jugendleiter zur Bundeswehr einberufen wurde, schlief die Jugendabteilung der SGS ein.
Richtig los mit der Jugendarbeit, deren erste Früchte heute geerntet werden, ging es dann 1966, nach der Soldatenzeit. Klaus Deigert fungierte damals erstmals als Jugendleiter und, so Hans-Georg Dietrich: "Die Zusammenarbeit klappte prächtig!" 1966 verschaffte sich der Sossenheimer erste Kenntnisse als Trainer, als er an einem von Sepp Fähnrich, dem bekannten ehemaligen österreichischen Nationalspieler, gehaltenen Lehrgang in der Bundessportschule in Frankfurt teilnahm. Nach außen hin machte sich die gut organisierte Breitenarbeit (Deigert) und das gezielte Training auf Leistung (Dietrich) ab 1968 bemerkbar: Fünf Jahre lang gewann die SG Sossenheim den Treutel-Pokal, der dem bei den Kreiseinzelmeisterschaften erfolgreichsten Verein übergeben wird. Eine ganze Reihe guter Spieler entsprangen seit 1968 dem Sossenheimer Talentschuppen und legen Zeugnis ab für die vorbildliche von Hans-Georg Dietrich und Klaus Deigert geleistete Arbeit: Gotthard Breuer, mehrfacher Kreiseinzelmeister, Michael Martin und Robert Brand, die zur hessischen Jugendelite zählen, dann die nicht ganz so bekannten Karl Hochstadt, Karsten Stüber, Dieter Geis, Wolfgang Seeling sowie die Mädchen Dagmar Horlacher, Heike Hermann und Helga Wickler. Der jüngste im Aufgehen begriffene Stern ist der B-Schüler Herbert Lehmann.
Hans-Georg Dietrich kann ebenfalls auf eine solide Tischtennis-Ergebnisliste zurückblicken. 1944 in Liebenwalde bei Berlin geboren, fing er schon früh an, Tischtennis zu spielen. 1958 erfochte er seinen ersten Erfolg: Er wurde Kreismeister der Schüler im Kreis Oranienburg. 1959 kam er mit seinen Eltern nach Frankfurt, wo er zunächst bis 1962 beim TTC Dornbusch spielte. Dann erfolgte der Umzug nach Sossenheim und der Eintritt in die SG, für die er seit dieser Zeit in der ersten Mannschaft um Punkte kämpft und sich gleich fünf Mal den Titel eines Vereinsmeisters sicherte. Einmal wurde er Kreiseinzelmeister der B-Klasse im Main-Taunus-Kreis, und 1966 schaffte er bei den "Kleinen Hessenmeisterschaften" in der B-Klasse den zweiten Rang.
1971 absolvierte er als einer der ersten - seine Lizenz trägt die Nummer 4/71 - den Übungsleiter-Lehrgang des HTTV, der mit dem Erwerb der Lizenz abgeschlossen wurde. Zurzeit studiert er in Frankfurt Sport und Biologie, das Examen soll im nächsten Winter steigen. 1961, als er das Gymnasium mit der mittleren Reife verlassen hatte, trat er zunächst bei Cassella ein und erlernte den Beruf des Chemie-Facharbeiters. Als er vom "Bund" zurückkam, machte er am Goethe-Gymnasium in Frankfurt das Abitur nach.
Ehrgeizig und stets ein Ziel vor Augen, kennen den "Schorsch" Dietrich auch seine Tischtennisfreunde, die um seine Begeisterung zum Fußball, seine Anhängerschaft zur Frankfurter Eintracht und um sein Interesse für Volleyball und den Radsport wissen. Sie alle gratulieren ihm zum Erhalt des Stipendiums, und diesen Glückwünschen der Tischtennisgemeinde des Main-Taunus-Kreises schließt sich auch das Höchster Kreisblatt, dessen Leser Hans-Georg Dietrich ist, gerne an.
Benno Balser
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Aus dem "Höchster Kreisblatt" vom 24.12.1973 |
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HAUSMEISTER ALTHENN MACHT´S MÖGLICH
Tischtennisturnier der SG Sossenheim
(k). - Es gibt sicherlich viele Weihnachtspokalturniere im Tischtennis. Eine besonders originelle Art hat die SG Sossenheim gefunden, oder wer kennt Ähnliches? Es ist noch nicht drei Wochen her, als einige Sportfreunde im Sossenheimer Vereinslokal "Zum Taunus" auf die Idee kamen, ein Weihnachtspokalturnier zu veranstalten. Damit alle Mitglieder mit echten Chancen starten können, entschloss man sich zu einem Vorgabeturnier. Letztlich war es dem Hausmeister der Eduard-Spranger-Schule, Günter Althenn, zu danken, dass die Veranstaltung so schnell zu Stande kam, wie Abteilungsleiter Karl Hirschmann bestätigte. Der sportfreudige Hallenwart stiftete einen Wanderpokal und besorgte eine große Tafel - 1,40x1,40 m -, auf der alle Vorgaben für 120 Mitglieder verzeichnet waren. Jede Spielpaarung wurde abgeschätzt und vermerkt. Eine Kleinarbeit, mit bis in die Nacht gehenden Sitzungen. Die Arbeit gelang (...), und das Turnier konnte steigen.
91 Spieler nahmen am 1. Sossenheimer Weihnachtspokalturnier teil, unter diesen die komplette Landesligamannschaft der SGS, Damen, Jugend, Mädchen, Schüler und Anfänger. Gleich in den ersten Runden begann das Favoritensterben. Gotthard Breuer, Kreismeister, konnte eine Vorgabe von 17 Punkten gegen Vereinskamerad Strobl (4. Herren) nicht verkraften und schied aus. Michael Martin meisterte diese Aufgabe, allerdings bei einer Vorgabe von nur 16 Punkten. Für Belebung sorgte Schüler Matthias Bussian, der seine Vorgaben dazu nutzte, die Favoriten reihenweise zu stürzen. Endstation war für ihn Karl Hochstadt, trotz Vorgabe von 18 Punkten. Das Halbfinale erreichten Preis, Wagner, Reith und Völker, wobei in der Partie zwischen Hermann Dunker und Elmar Reith ein kleiner Fehler unterlief, sodass sich die Turnierleitung entschloss, beide am Ende auf den dritten Platz zu setzen.
Zu prächtiger Form lief Nachwuchsspieler Herbert Wagner auf, der gegen Preis (Vorgabe 14) gleich mit 21:10 und 21:8 gewann. An der Nachbarplatte dauerte es etwas länger, bis Karl-Ludwig Völker (Vorgabe 6) Jugendspieler Elmar Reith bezwungen hatte. Das Endspiel lautete Karl-Ludwig Völker gegen Herbert Wagner. Fünf Zähler musste der ältere dem jüngeren Spieler vorgeben. Die ersten Sätze brachten im Wechsel für beide Siege. Im dritten Satz sah es zunächst so aus, als wolle Herbert Wagner seinen Gegner von der Platte fegen, 12:3 führte er zwischenzeitlich, doch plötzlich stand es 16:17 gegen ihn. Eigentlich hätte man meinen sollen, dass jetzt der erfahrenere Spieler gewinnen würde, doch es kam anders. Herbert Wagner lief zu großer Form auf und gewann noch 21:19.
Ergebnisse des Weihnachtsturniers: 1. Herbert Wagner (1. Jugendmannschaft), 2. Karl-Ludwig Völker (z. Zt. kein Mannschaftsspieler), 3. Werner Preis (1. Mannschaft Neuenhain), Elmar Reith (2. Jugend) und Hermann Dunker (4. Herren).
 Die Halbfinals beim 1. Sossenheimer Weihnachtsvorgabeturnier 1973: Hinterer Tisch: Herbert Wagner (links) gegen Werner Preis, vorderer Tisch: Karl-Ludwig Völker (links) gegen Elmar Reith |
 Sitzende Jugendspieler beim gut besuchten 1. Sossenheimer Weihnachtsvorgabeturnier 1973 (von links nach rechts): Hermann Dunker, Heike Hermann und Herbert Wagner |
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Aus dem "Höchster Kreisblatt", Februar 1973 |
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DREI TITEL FÜR BIRGIT MERFERT
Gute MTS-Platzierungen bei den kleinen Hessenkämpfen
(k).- Bei den kleinen hessischen TT-Meisterschaften in Lampertheim konnten die Teilnehmer des Main-Taunus-Kreises erneut beweisen, dass die Spielstärkenbreite in unserem Kreis in Hessen nicht zu überbieten ist. Bei diesen Meisterschaften waren jeweils acht Vertreter aus den sieben hessischen Bezirken spielberechtigt, die durch den Bezirksvorstand nominiert wurden. Als höchste Klasse wurde bei den Damen und Herren die B-Meisterschaft (Spieler/innen bis Landesliga) ausgespielt. Ferner wurden C-Klasse (bis Bezirksklasse) und D-Klasse (bis Kreisklasse B) ausgespielt.
(...) Im Mixed waren die beiden Main-Taunus-Meister Birgit Merfert (FV Neuenhain; J. F.) und Ludwig Kexel (SG Sossenheim) (...) nicht zu schlagen.
Die gleiche überragende Rolle wie bei den Damen Birgit Merfert konnte bei den Herren der Sossenheimer Spitzenspieler Ludwig Kexel spielen. Anknüpfend an die gute Form aus den letzten Verbandsspielen, wusste er sich von Spiel zu Spiel steigern und schaltete auf seinem Weg in das Finale mit Bachmann (TTC Dornbusch) und Brusenbauch (TG Sprendlingen) u. a. renommierte Gegner aus dem eigenen Bezirk aus. Im Finale selbst traf er mit Gotthard Breuer ebenfalls auf einen Vereinskameraden, den er glatt mit 2:0 bezwingen konnte. Den dritten Titel verpasste Kexel, als er gemeinsam mit Breuer eine 18:14-Führung im dritten Satz des Doppel-Endspiels gegen Ackermann/Bachmann (SKG Frankfurt/TTC Dornbusch) nicht zum Sieg nutzen konnte. (...)

Ludwig Kexel: Hessenmeister in der B-Herren-Klasse im Jahre 1973
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Aus dem "Höchster Kreisblatt" vom 21.08.1973 |
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MIT DEM SPORT JUNG GEBLIEBEN
Dieser Tage feierte Günter Erb von der SG Sossenheim seinen 45. Geburtstag. Welcher Tischtennissportler im Kreis kennt ihn nicht? Noch heute versucht manch jüngerer Gegner vergeblich, ihn zu bezwingen, wobei Günter Erb immer wieder seine Erfahrung und seinen vorbildlichen Kampfgeist erfolgreich einsetzen kann.
Gleich nach dem Zweiten Weltkrieg kam Günter Erb bei der katholischen Jugend Sossenheim mit dem Tischtennisspiel in Berührung. Er und seine Freunde waren es dann auch, die am 1.12.1950 den TTC Sossenheim gründeten. Günter Erb erkämpfte sich sofort einen Stammplatz in der 1. Herrenmannschaft. Bald wurde er eine der wesentlichen Stützen der Mannschaft und trug entscheidend dazu bei, dass die SG Sossenheim Ende der fünfziger Jahre zu den stärksten Vereinen in der Bezirksklasse Frankfurt zählte. Auf dem Höhepunkt seines sportlichen Leistungsvermögens übernahm er im Jahre 1958 den Posten des Abteilungsleiters. Zusammen mit Horst Müller, der ihn auch in der Vereinsarbeit unterstützte, bildete er noch einige Jahre die Leistungsspitze des Vereins. Zwei Mal, zuletzt 1959, wurde er Vereinsmeister der SG Sossenheim. Bis zum Jahre 1966 blieb er Stammspieler der 1. Herrenmannschaft, bevor er freiwillig abtrat. In der Saison 1967/68 spielte er noch einmal wie in seinen besten Tagen und verhalf - als Spitzenspieler - der zweiten Mannschaft zur A-Klassen-Meisterschaft. In der Besetzung Erb, Müller, Bormuth, Walther, Deigert und Schultheiß gewann seine Mannschaft das Entscheidungsspiel gegen die favorisierten Sportfreunde des TTC Weiß-Blau Höchst mit 9:4. Günter Erb trat in diesem Spiel trotz einer starken Erkältung an und errang sogar einen Sieg. Im Mai 1973 hat er nach fünfzehnjähriger Tätigkeit nicht mehr für den Posten des Abteilungsleiters kandidiert. Er war damals der dienstälteste Abteilungsleiter des Kreises. 15 Jahre sind eine lange Zeit, und Günter Erb wird sich jetzt bestimmt mit noch mehr Freude der rein sportlichen Seite seines Hobbys widmen.
Gerade in den letzten Jahren seiner Tätigkeit hatte die SG Sossenheim einen steilen Aufstieg zu verzeichnen. Die 1. Herrenmannschaft gehört inzwischen zu den Spitzenteams der Landesliga West und strebt in diesem Jahr den Aufstieg in die Hessenliga an. Zahlreiche Einzel- und Mannschaftstitel konnten in den letzten Jahren von den Aktiven und der Jugend des Vereins errungen werden.
Günter Erb kann stolz darauf sein, dass er hierzu seinen Teil beigetragen hat. Die SG Sossenheim würde sich bestimmt freuen, wenn er noch lange Vorbild für die Jugend des Vereins bleiben würde. (k.)
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Aus dem "Sossenheimer Wochenblatt" vom 28.03.1974 |
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EINTRACHT WIESBADEN - SG SOSSENHEIM 1. HERREN 6:9
Gleich mit einem ganzen Bus voller Schlachtenbummler reiste unsere 1. Herrenmannschaft zum Spiel gegen den Tabellenzweiten Eintracht Wiesbaden. Ein Sieg bedeutete für die SGS die Meisterschaft und damit gleichzeitig den Aufstieg in die Hessenliga.
Die Eröffnungsdoppel endeten unentschieden: Kexel/Breuer siegten, Martin/Brand verloren. Doch dann sah es zunächst nach einem glatten Wiesbadener Erfolg aus: Hintereinander verließen Michael Heinz, Hans-Georg Dietrich, Ludwig Kexel und Michael Martin als Verlierer die Platten, die SGS lag mit 1:5 zurück. Erst Robert Brand mit einem Sieg über den Hessischen Jugendvizemeister Herrchen und Gotthard Breuer erzielten die ersten Einzelerfolge für ihre Mannschaft und leiteten die entscheidende Wende ein. Denn nun konnte Ersatz Michael Heinz sein Spiel gewinnen, während Hans-Georg Dietrich erneut verlor, aber auch Ludwig Kexel und Michael Martin kamen zu knappen Dreisatzerfolgen, wobei besonders Michael Martin mit seinem 23:21-Erfolg im dritten Satz für Spannung sorgte. Die an diesem Tag überragenden Mittelbrettspieler, Robert Brand mit einem wahren Zitterspiel, das er mit 21:19 im dritten Satz gewann, und Gotthard Breuer, brachten die SGS erstmals mit 8:6 in Führung. Im abschließenden Doppel hatten dann Kexel/Breuer keine allzu große Mühe mehr, gegen die resignierenden Gastgeber den Siegespunkt sicherzustellen.
Durch diesen Erfolg, zu dem letztlich auch der Sossenheimer Anhang einen großen Beitrag leistete, indem er die Mannschaft auch in scheinbar aussichtsloser Position anfeuerte, steht die SGS nun bereits einen Spieltag vor Ende der Runde als Meister fest. (mh)

Landesliga-Meister 1973/74 SG Sossenheim: Hintere Reihe (von links nach rechts): Ludwig Kexel, Karl Hochstadt, Robert Brand, Abteilungsleiter Karl Hirschmann ( ), Hausmeister und Fan Günter Althenn ( ), Gotthard Breuer, Hans-Georg Dietrich, Michael Martin; vorne (von links nach rechts): Michael Heinz, die jugendlichen Fans Gebrüder Metz und Wolfgang Bauer sowie Heini Hahn
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